Ontologien

Malte Rehbein · J.B. Metzler eBooks · 2017

Im Zusammenhang der Digital Humanities verstehen wir unter ›Ontologien‹, in Anlehnung an entsprechende Konzepte aus der Informatik, formale Begriffssysteme zur Modellierung von Wissen über einen spezifischen Gegenstandsbereich und deren technische Umsetzung. Ontologien dienen damit als eine Form der Wissensrepräsentation, ähnlich wie wir das schon bei Markup-Sprachen und Datenbanken gesehen haben (s. Kap. 8 und 9). Im Vergleich zu diesen besitzen Ontologien in der Regel jedoch ein höheres Abstraktionsniveau. Außerdem haben sie einen an mathematische Logik angelehnten, ausdrucksstarken Formalisierungsgrad, durch den Informationen in ihrem Bedeutungskontext präzise erfasst und maschinell verarbeitbar gemacht werden sollen. Damit sind Ontologien vor allem im Bereich der Integration heterogener Datenquellen, des Austauschs und der Wiederverwendung von Wissenselementen sowie der Ermöglichung logischer Schlussfolgerungen interessant, wodurch sie zunehmend an Bedeutung auch in den Digital Humanities gewinnen.

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