Graphical Visualization of User Movements in Smart Environments Using Capacitive Proximity Sensor Data

Christian Schlehuber · Publikationsdatenbank der Fraunhofer-Gesellschaft (Fraunhofer-Gesellschaft) · 2010

In den letzten Jahren stieg die Zahl der pflegebedürftigen Personen kontinuierlich an, wobei auch in den nächsten Jahren keine signifikante Verbesserung in Hinsicht auf die Zahl der pflegebedürftigen Personen erwartet wird. Aufgrund der steigenden Zahl der bedürftigen Personen und den hohen Kosten, die bei einer dauerhaften Betreuung entstehen, ist es nötig nach neuen Methoden zu suchen um eine ausreichende Betreuung bei möglichst niedrigem Personalaufwand und geringen Kosten zu ermöglichen. Um dies zu ermöglichen müssen dem Pflegepersonal Mittel an die Hand gegeben werden, mit denen es effektiver arbeiten und gezielter Problempersonen ausmachen kann ohne ständig bei allen Schutzbefohlenen präsent seien zu müssen. Diese Arbeit befasst sich daher mit der Machbarkeit und Entwicklung eines Systems, welches anhand von kapazitiven Näherungssensoren die zu betreuende Person überwacht und gleichzeitig eine hohe Akzeptanz von Seiten der überwachten Person sicherstellt, da die Person und ihre Handlungen nur indirekt dargestellt werden. Trotz der indirekten Beobachtung wird sichergestellt, dass das Pflegepersonal anhand der Visualisierung den Tagesablauf der Person rekonstruieren kann und zudem bei eventuell gefährlichen Ereignissen eingreifen kann. Es wird die generelle Machbarkeit eines solchen Systems bewiesen und die für die Umsetzung nötigen theoretischen Grundlagen, wie z.B. Lokalisierung, geschaffen. Desweiteren wird ein Prototyp vorgestellt, der als Beweis der Machbarkeit entwickelt worden ist. Außerdem werden im weitern Verlauf noch weitere Herausforderungen in Verbindung mit einem solchen System dargestellt und zudem mögliche Lösungen vorgestellt. Es werden unter anderem auch mögliche Erweiterungen zu dem System vorgestellt, welche im realen Betrieb die Arbeit weiter erleichtern könnten. Abschließend wird noch ein Vergleich zu den beiden bereits bestehenden Systemen UbiSense und SenseFloor gezogen, welcher die Verbesserungen im Vergleich zu diesen Systemen darstellt. Im Vergleich zu SenseFloor erreicht das hier vorgestellte System dabei eine drastische Reduzierung der benötigten Sensoren, wobei nur ein geringer Genauigkeitsverlust in Kaufe genommen werden muss. Im Gegensatz zu UbiSense wird ein deutlicher Anstieg der Genauigkeit erreicht und zudem keine weitere Hardware am Objekt benötigt.

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