Customizable Feature based Design Pattern Recognition Integrating Multiple Techniques

Ghulam Rasool · Common Library Network (Der Gemeinsame Bibliotheksverbund) · 2011

Die Analyse und Rückgewinnung von Architekturinformationen aus existierenden Altsystemen ist eine komplexe, teure und zeitraubende Aufgabe, was der kontinuierlich steigenden Komplexität von Software und dem Aufkommen der modernen Technologien geschuldet ist. Die Wartung von Altsystemen wird immer stärker nachgefragt und muss dabei mit den neuesten Technologien und neuen Kundenanforderungen umgehen können. Die Wiederverwendung der Artefakte aus Altsystemen für neue Entwicklungen wird sehr bedeutsam und überlebenswichtig für die Softwarebranche. Die Architekturen von Altsystemen unterliegen konstanten Veränderungen, deren Projektdokumentation oft unvollständig, inkonsistent und veraltet ist. Diese Dokumente enthalten ungenügend Informationen über die innere Struktur der Systeme. Häufig liefert nur der Quellcode zuverlässige Informationen über die Struktur von Altsystemen. Das Extrahieren von Artefakten aus Quellcode von Altsystemen unterstützt das Programmverständnis, die Wartung, das Refactoring, das Reverse Engineering, die nachträgliche Dokumentation und Reengineering Methoden. Das Ziel dieser Dissertation ist es Entwurfsinformationen von Altsystemen zu extrahieren, mit Fokus auf die Wiedergewinnung von Architekturmustern. Architekturmuster sind Schlüsselelemente, um Architekturentscheidungen aus Quellcode von Altsystemen zu extrahieren. Die Verwendung von Mustern bei der Entwicklung von Applikationen wird allgemein als qualitätssteigernd betrachtet und reduziert Entwicklungszeit und kosten. In der Vergangenheit wurden unterschiedliche Methoden entwickelt, um Muster in Altsystemen zu erkennen. Diese Techniken erkennen Muster mit unterschiedlicher Genauigkeit, da ein und dasselbe Muster unterschiedlich spezifiziert und implementiert wird. Der Lösungsansatz dieser Dissertation basiert auf anpassbaren und wiederverwendbaren Merkmal-Typen, die statische und dynamische Parameter nutzen, um variable Muster zu definieren. Jeder Merkmal-Typ verwendet eine wählbare Suchtechnik (SQL Anfragen, Reguläre Ausdrücke oder Quellcode Parser), um ein bestimmtes Merkmal eines Musters im Quellcode zu identifizieren. Insbesondere zur Erkennung verschiedener Varianten eines Musters kommen im entwickelten Verfahren statische, dynamische und semantische Analysen zum Einsatz. Die Verwendung unterschiedlicher Suchtechniken erhöht die Genauigkeit der Mustererkennung bei verschiedenen Softwaresystemen. Zusätzlich wurde eine neue Semantik für Annotationen im Quellcode von existierenden Softwaresystemen entwickelt, welche die Effizienz der Mustererkennung steigert. Eine prototypische Implementierung des Ansatzes, genannt UDDPRT, wurde zur Erkennung verschiedener Muster in Softwaresystemenen unterschiedlicher Programmiersprachen (JAVA, C/C++, C#) verwendet. UDDPRT erlaubt die Anpassung der Mustererkennung durch den Benutzer. Alle Abfragen und deren Zusammenspiel sind konfigurierbar und erlauben dadurch die Erkennung von neuen und abgewandelten Mustern. Es wurden umfangreiche Experimente mit diversen Open Source Software Systemen durchgeführt und die erzielten Ergebnisse wurden mit denen anderer Ansätze verglichen. Dabei war es möglich eine deutliche Steigerung der Genauigkeit im entwickelten Verfahren gegenüber existierenden Ansätzen zu zeigen.

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